Training und Coaching für Resilienz und Gesundheitsmanagement

Was bedeutet gesundheitsförderndes Führen?

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Studien, Ärzteblätter, Veröffentlichungen: Der Dreh- und Angelpunkt zur Vorbeugung psychischer Erkrankungen der Mitarbeiter sind die Führungskräfte und ihre Führungskompetenzen. (Quellen dazu siehe hier)

Im Wesentlichen lassen sich neun Führungskompetenzen herausfiltern, die es zu etablieren gilt:

Die Führung

  • fördert Mitarbeiterengagement
  • ist inspirierend und motivierend
  • fördert die Zusammenarbeit des Teams
  • fördert einen wertschätzenden Kommunikationsstil
  • hilft, Arbeiten zu priorisieren
  • führt ressourcenorientiert
  • schafft Klarheit
  • schafft gemeinsame Werte
  • zeigt Gerechtigkeit

Natürlich ist dies alles in gewisser Weise täglich Brot für Führungskräfte. Jedoch zeigt sich in der Praxis, dass auch viele sehr gute Führungskräfte bei der ein oder der anderen dieser Kompetenzen noch Verbesserungspotenzial haben – denn selbst, wenn sechs oder sieben dieser Kompetenzen hervorragend ausgeprägt sind, so können die fehlenden zwei bis drei bereits Probleme bereiten.

Konkret bedeuten diese Führungskompetenzen:

Eine Führung, die Mitarbeiterengagement fördert, fördert eigenverantwortliches Handeln der Mitarbeiter. Mitarbeiter, die eigenverantwortlich handeln können und dürfen, sind nicht nur motivierter und leistungsbereiter, vielmehr sorgt die höhere Zufriedenheit auch für den Erhalt von Gesundheit. Das Übernehmen von Eigenverantwortung bedeutet an sich schon eine verbesserte Selbstfürsorge und damit eine stabilere Gesundheit der Mitarbeiter.

Eine Führung, die inspirierend und motivierend ist, kennt nicht nur die Hintergründe, wie Motivation zustande kommt, sondern weiß diese auch bei ihren Mitarbeitern zu wecken. Und Mitarbeiter, die mit Motivation und Begeisterung arbeiten, sind nicht nur leistungsstärker sondern auch gesünder!

Eine Führung, die die Zusammenarbeit des Teams fördert, weiß nicht nur theoretisch, dass dies notwendig ist und ein schöner, regelmäßiger Gruppenevent die Zusammenarbeit fördert. Sie ist vor allem auch sensibilisiert für Spannungen im Team und verfügt über genug Kommunikationskompetenz, dass eine positive Kommunikationskultur im Team gepflegt wird. Im Bedarfsfall kann sie lösend intervenieren. Denn: Konflikte im Team können auf Dauer krank machen.

Eine Führung, die einen wertschätzenden Kommunikationsstil pflegt, kennt die Problematik von Gratifikationskrisen und hat die Grundprinzipien einer wertschätzenden Kommunikation verinnerlicht. Die Gratifikationskrisen gelten als eine der Hauptursachen bei Burnout-Erkrankungen.

Eine Führung, die hilft, zu priorisieren, gibt nicht nur selbst klar priorisierte Anweisungen, sondern ist auch dafür sensibilisiert, wenn ein Mitarbeiter Unterstützung beim Thema „Priorisierung“ braucht. Denn in gewisser Weise  fungiert eine Führungskraft immer wieder auch als Coach für die Mitarbeiter. Eine gute Priorisierung beugt viel Stress vor – mitunter krankmachendem Stress.

Eine Führung, die ressourcenorientiert führt, erkennt, welcher Mitarbeiter am besten für welche Arbeitsaufgabe geeignet ist und kann an die Potenziale der Mitarbeiter angepasst die anstehende Arbeit verteilen. Menschen, die nicht ihren Potenzialen gemäß arbeiten, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Burnout-Erkrankungen – auch, wenn sie unterfordert sind.

Eine Führung, die Klarheit schafft, verfügt zunächst einmal über Klarheit über die eigenen verschiedenen Rollen, die er oder sie im Unternehmen innehat. Durch diese Klarheit kommuniziert die Führungskraft aus der jeweils passenden Rolle heraus. Anweisungen werden außerdem klar und präzise gegeben. Klarheit hilft Stress vermeiden und wirkt dadurch gesundheitsfördernd.

Eine Führung, die gemeinsame Werte schafft, lebt die Unternehmenswerte selbst und kann die Mitarbeiter für diese begeistern. So entsteht ein Klima, in dem die Mitarbeiter sich mit ihrem Unternehmen identifizieren – dies wiederum schafft Zufriedenheit und fördert die Gesundheit. Bei einem potenziellen Wertewandel im Unternehmen bindet die Führungskraft die Mitarbeiter mit ein, sodass alle gemeinsam diesen Wertewandel vollziehen.

Eine Führung, die Gerechtigkeit schafft, weiß über den Unterschied von Gleichheit und Gerechtigkeit und kann diesen auch transportieren. Außerdem ist der Führungskraft die Notwendigkeit von Transparenz zur Schaffung von Vertrauen in die Gerechtigkeit bewusst. Gerechtigkeitsempfinden ist immer subjektiv und eine Zufriedenheit diesbezüglich fördert die psychische Gesundheit.

Und zu guter Letzt: Die Führungskräfte haben eine sehr wichtige Vorbildfunktion für ihre Mitarbeiter – an ihrem eigenen Verhalten richten sich die Mitarbeiter aus – auch, was das Thema Stressmanagement betrifft.

Sie möchten mehr darüber wissen? Kontaktieren Sie mich: info [at] anja-wilhelm [dot] de, oder 0179 7955506.